Festgeldzinsen 2014 – Die aktuelle Situation

Seit 2008 sind die Zinsen für Geldanlagen im Sparbereich gesunken. Das betrifft Tagesgelder und Sparkonten, sondern auch Festgelder. Und dass die Festgeldzinsen weiterhin niedrig bleiben sollen, ist ein offenes Geheimnis. EZB-Chef Mario Draghi hat erklärt, dass er sich vorstellen könnte, den Leitzins durchaus noch weiter zu senken. Das würde Sparer besonders hart treffen. Denn das würde bedeuten, dass es sich für Kreditinstitute kaum noch lohnt, das Geld der Kunden einzusammeln. Sie erhalten es von der Zentralbank ja fast zum Nulltarif.

Lohnt sich ein Festgeld überhaupt noch?

Grundsätzlich macht ein Festgeld durchaus Sinn. Allerdings nicht für jeden und Sie sollten immer Ihre persönliche Situation mit einbinden. Das hart ersparte Geld sollte muss natürlich nicht unverzinst auf einem Girokonto liegen. Kurzfristig werden die Festgeldzinsen vielleicht noch weiter sinken. Doch wer sich jetzt auf lange Sicht bindet, ein Festgeld über 5 oder sogar 10 Jahre anlegt, verpasst jedoch womöglich den Anstieg. Daher bietet es sich momentan an, lieber etwas kürzere Laufzeiten und damit auch niedrigere Festgeldzinsen in Kauf zu nehmen. Dafür sind Sie jedoch dabei, wenn die Zinsen für längerfristige Festgelder wieder steigen.

Gleichzeitig macht es natürlich auch Sinn, einen Teil Ihres Vermögens auf einem Tagesgeldkonto zu parken. Damit können Sie stets auf eine finanzielle Reserve zurückgreifen, die kurzfristig verfügbar ist.

Welche Laufzeit soll ich jetzt wählen?

Da niemand genau weiß, wie sich die Festgeldzinsen in Zukunft entwickeln werden, ist diese Frage auch nicht so ohne Weiteres zu beantworten. Grundsätzlich empfehlen wir derzeit, keine Festgeldanlagen mit mehr als 5 Jahren zu tätigen. Das Risiko ist einfach zu groß, dass sich in der Zwischenzeit, die Festgeldzinsen wieder „erholen“ und dann verpassen Sie den Anstieg. Allerdings könnte der Anstieg auch schon in 2, oder 3 Jahren beginnen. Aber „können“ ist nicht „müssen“. Daher lautet unsere Empfehlung, einen Teil Ihres Geldes zum Beispiel in ein 3-jähriges Festgeldkonto anzulegen. Dort bekommen Sie derzeit immerhin noch etwas mehr als 2 Prozent. Den anderen Teil nur für 1 Jahr anzulegen, oder gleich auf ein Tagesgeldkonto, denn die Zinsen unterscheiden sich nur geringfügig. Somit haben Sie auf der einen Seite einen etwas höheren Zins. Auf der anderen Seite, können Sie flexibel bleiben und profitieren von einem Anstieg der Festgeldzinsen, wenn dieser bereits in 2 Jahren ansteigen sollten.

Wovon sind Zinsen bei Festgeldern abhängig?

Immer wieder ist zu hören, dass die aktuelle Zinslage schlecht sei für Sparer und dass auf bessere Festgeldzinsen gewartet werden sollte. Doch wer bestimmt eigentlich das Zinsniveau? Für kurzfristige Geldanlagen, ist der Leitzins der EZB ausschlaggebend. Dieser beträgt aktuell 0,25 Prozent. Für länger laufende Anlageformen, zu denen auch Festgelder gehören, werden die Zinsen nach dem Kapitalmarkt gesteuert. Auch die langfristigen Inflations- und Zinserwartungen der Großanleger spielen hier eine wichtige Rolle. Vor allem die Festgeldzinsen mit einer Laufzeit von mehr als 3 Jahren sind hier besonders betroffen.

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